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Macht Kaffee krank? |
Macht Kaffee krank?
Diese Frage haben sich die Menschen seit Beginn des Kaffeegenusses gestellt. Und eines steht heute fest: Kaffee macht auf keinen fall krank.
In Europa wurde aufgrund der Diskussionen um den Kaffee das Koffein zum am besten untersuchten Lebensmittelzusatzstoffen überhaupt. Das Fazit aller Untersuchungen ist eindeutig: Es gibt keine Hinweise darauf, daß Kaffeekonsum in den üblichen, vom Menschen eingenommenen Mengen mit einem gesundheitlichen Risiko verbunden ist. Das betrifft vor allem das Gerücht, daß Kaffee und Koffein Herz- und Kreislaufschäden verursachen könnte, oder sogar Krebserkrankungen auslösen könnte.
Die normale Menge entspricht etwa 4 Tassen Kaffee am Tag Die aufgenommene Koffeinmenge beträgt dann rund 300 mg über den Tag verteilt. Die allermeisten Mengen vertragen auch mehr Kaffee problemlos, doch selten trinkt jemand mehr als 12 Tassen am Tag (ca. 900mg Koffein). Erst 10 Gramm Koffein wirken auf den Menschen tödlich.
Natürlich sollten Herzkranke und Menschen mit hohem Blutdruck lieber keinen Kaffee trinken, aber hier ist Kaffee bzw. Koffein nicht der Auslöser der Krankheit sondern ein vermeidbarer Belastungsfaktor. Andere Inhaltsstoffe des Kaffees können magenreizend wirken, deswegen müssen auch Magenkranke häufig auf Kaffee verzichten. Doch auch hier ist nicht der Kaffee die Ursache der Krankheit.
Schwangere und stillende Mütter sollten jedoch bedenken, daß Föten und Säuglingen ein Enzym in der Leber fehlt, mit dem das Koffein im Körper abgebaut wird. Deshalb sind die Wirkungen bei Ungeborenen und Neugeborenen sehr stark. In der Schwangerschaft wird deshalb zu eingeschränktem Koffeingenuß geraten. Bei Ratten traten unter hohen Koffeingaben Schäden an den Embryos auf, doch nehmen Menschen solch hohe Mengen an Koffein nicht auf. Es gibt Experten, die trotzdem zur Sicherheit schwangeren Frauen raten, ihren Koffeinkonsum (in Kaffee, Tee oder Cola) einzuschränken (Robert M. Julien, Drogen und Psychopharmaka).
Schimmelpilz im Kaffee beunruhigt die Gemüter
Beunruhigt zeigten sich Verbraucher und Gesundheitsschützer, als im Frühjahr 1997 bekannt wurde, daß auch Kaffeebohnen von dem Schimmelpilzgift Ochratoxin A befallen sein können. Dieses Schimmelpilzgift hat sich im Tierversuch als krebserregend erwiesen und wurde bislang hauptsächlich in Getreide und allen daraus hergestellten Produkten gefunden, also auch in Brot und Bier. Außerdem fand sich eine Belastung in Wein, Trockenobst, Gewürzen und eben auch im Kaffee.
Bislang war wenig bekannt, daß auch die Kaffeebohnen von Schimmelpilzen befallen sein können. Doch kann die Aufnahme des Giftstoffes durch Meidung von Kaffee nicht verhindert werden, denn Hauptquelle ist das Getreide. Zukünftig sollen hier die Lebensmittelkontrollen verstärkt und die Vorbeugungs-maßnahmen (bei Lagerung und Verarbeitung) erhöht werden.
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